Mercedes 450 SLC 5.0 1978 – ok. 240000 PLN – Niemcy

Mercedes 450 SLC 5.0 to rzadki i wyjątkowy typ. Wyróżniał się w pełni aluminiowym silnikiem V8, został wyprodukowany w 2769 sztukach i jest najbardziej poszukiwaną wśród kolekcjonerów wersją typoszeregu W107. Powstawał aby uzyskać rajdową homologację i walczyć o najwyższe trofea w niezwykle wymagających ówcześnie maratonach, takich jak słynny Rajd Safari czy Rajd Bandama. Choć dziś skrzynia automatyczna w samochodzie rajdowym może dziwić – wówczas była jednym z najbardziej lubianych elementów wyposażenia. W ogłoszeniu oryginalne 450 SLC 5.0 przygotowane do sportu. Wyposażona we wszelkie elementy gwarantujące bezpieczeństwo, jako żywo przypomina wóz, którym niegdyś podbijał rajdowe trasy Sobiesław Zasada. To idealny samochód do rozgrywanych w ramach Pucharu Classicauto Cup zawodów Mercedes Challenge.

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Preis: €59 900.00
Mercedes-Benz 450 SLC 5.0 „Rennwagen“

Dem jetzigen Eigentümer wurde dieser außergewöhnliche SLC 5.0 im Jahr 2010 zum Kauf angeboten. Erstbesitzer war für fast 30 Jahre ein Motoren Entwicklungsingenieur der Daimler Benz AG.

Da der jetzige Eigentümer um die Seltenheit dieses nur 1615 mal gebauten Leichtbau Coupe wusste, wurde man sich schnell handelseinig und der Mercedes wechselte den Wohnort in eine Oldtimersammlung nach Hamburg.

Der Typ W107 450 SLC 5.0 wartete bei seiner Vorstellung 1978 mit einigen Besonderheiten auf:

zur Gewichtsersparnis und wegen des werksseitig beabsichtigten Rallye-Einsatzes waren die großen Hauben aus Aluminium gebaut.

Ebenfalls erhielt der Wagen einen vollständig neu konstruierten Fünfliter-V8 mit 240 PS mit Aluminiumzylinderblock.

Ferner erhielt er serienmäßig einen kleinen Gummiheckspoiler – eine Neuheit und ein „Aufreger“ bei Daimler-Benz.

Der Gummiheckspoiler war optional. Wer ihn – meistens aus ästhetischen Gründen – abbestellte musste immerhin keinen Aufpreis bezahlen.

Bekam aber dann statt einem Kofferraumdeckel aus Aluminium einen aus Blech.

Die eingetragene Spitzengeschwindigkeit der Baureihe war 230 km/h – der Zeitgenosse Porsche 928 kam mit einem ähnlichen Coupe / Leichtbau / Alukonzept auf 225 km/h. Die mit GPS in 2013 gemessene Spitzengeschwindigkeit des Wagen am Ende der Göttinger Höhe war 236 km/h.

Die spezielle Motorsportkarriere diese noch nicht einmal 2 Jahre gebauten Leichtbau Coupe ist faszinierend.

Mercedes-Benz hatte alle Motorsportakivitäten nach dem katastrophalen Unfall bei den 24h von Le Mans 1955 komplett eingestellt.

Für die 1978 anstehenden Aktivitäten kamen der 280 E und der 450 SLC 5.0 in Frage.

Die Fahrzeuge entsprachen weitgehend der Serie und damit dem Reglement. Sie wurden nur mit zusätzlichen Fernscheinwerfern, Scheinwerfergittern, höher gelegter Karosserie, Schalensitzen, Überrollkäfig, zusätzlichen Benzinpumpen und einem Tripmaster aufgerüstet. Das Team trat unter der Leitung von Erich Waxenberger an.

Die erste Herausforderung war die „Vuelta a la Americana Sud“, eine Mammut-Rallye von fast 30.000 Kilometern Länge durch zehn Länder Südamerikas vom 17. August bis 24. September 1978.

Die ersten fünf Plätze gingen an Mercedes-Benz, davon auf Platz eins, zwei und vier die 450 SLC 5.0, auf drei und fünf die 280 E.

1979 schloss sich vom 12. bis 16. April die Rallye Safari an, die nach etlichen Pannen und Brüchen mit einem zweiten und einem sechsten Platz für die 450 SLC 5.0 und einem vierten für den 280 E endete.

Die Bandama-Rallye (heute Rallye Elfenbeinküste) durch die Savannen der Elfenbeinküste vom 9. bis 14. Dezember 1979 über 5.600 Kilometer endete für die Mercedes-Benz-Crew mit einem Vierfachsieg.

Die neuerliche Teilnahme an der Bandama-Rallye im Dezember 1980 brachte diesmal einen Doppelsieg. 50 Prozent der gestarteten SLC hatten das Ziel ohne Blessuren erreicht: Bei dieser Rallye, die bei 5.336 Kilometer Gesamtlänge nur 792 Kilometer asphaltierte Straße aufwies, ein Meisterstück – und das letzte, denn Daimler-Benz zog sich mit Abschluss der 1980er Saison aus dem Rallysport zurück, obwohl für 1981 und vier weitere Saisons Röhrl/Geistdörfer einen Fünfjahresvertrag bei Mercedes-Benz unterschrieben hatten.

Das Einsatzfahrzeug für die Jahre 1981 und 1982 sollte ein Mercedes-Benz w107 500 SL (Roadster mit Hardtop) sein – der direkte Nachfolger des 450 5.0 SLC. Nachdem aber der Vorstand der Daimler-Benz AG das Rallyeprojekt wenige Wochen vor der Rallye Monte Carlo 1981 stoppte wurde Röhrl gegen eine damals unvorstellbare Abfindung von 900.000 DM aus seinem Fünfjahresvertrag entlassen

Bedingt in dieser außergewöhnlichen Historie der Baureihe reifte bei dem rennsportbegeisterten Eigentümer die Idee, aus dem sowieso schon seltenen Fahrzeug, etwas ganz besonderes zu machen. So entstand nach historischem Vorbild das heutige Fahrzeug – ohne sich sklavisch an optischen Vorgaben auszurichten sondern unter Wahrung der Eigenständigkeit und Charakters des Fahrzeuges und als Hommage an das außergewöhnliche, technische Potential.

Größten Wert legte man bei dem Umbau darauf, dass alle Veränderungen wieder rückstandsfrei reversibel zu machen sein sollten. Die mattschwarze Folie auf Alu-Haube ist problemlos zu entfernen. Alle ausgebauten Originalteile wie Sitze, Lenkrad, Radio, Handschuhfachdeckel, Barock-Felgen etc. sind vorhanden und selbstverständlich auch Bestandteil des Angebotes.

Im Rahmen der Umbauarbeiten wurde die Karosserie komplett überarbeitet, kleinere Blessuren der Zeit durch einen W107 Spezialisten beseitigt und das Fahrzeug mit Mike-Sanders konserviert.

Ohne Rücksicht auf Kosten widmete man sich mit viel Liebe zum Detail dem Innenraum.

Der pulverbeschichtete Überrollkäfig ist eine Sonderanfertigung aus dem Motorsport mit Zertifikat.

Auch wollte man sich nicht mit fertigen Schalensitzen zufriedengeben und entschied sich dazu, historische Schalensitze, passend zum Innenraum des Mercedes, grün beziehen zu lassen. Dazu wurden noch speziell auf den Innenraum angepasste Fußmatten angefertigt.

Automatische Hosenträgergurte sowie ein Sportlenkrad und ein zeitgenössischer Rennsport Scheinwerfersatz von Cibie montiert.

Ebenfalls erhielt der Wagen eine Notausschaltung, Tripmaster, Gegensprechanlage für Rennhelme sowie und andere Rennsportdetails.

Ein fest montierter Anschluss für einen Wegstreckenzähler Digitech SW-01 für Gleichmäßigkeitsveranstaltungen ist vorhanden.

Für den Motorsport wurde die Hinterachse mit einer individuell für dieses Fahrzeug gebauten Differenzialsperre der renomierten Firma „Drexler“ versehen.

Weiterhin wurden noch die abgebildeten 15“ Male/BBS Felgen sowie ein Radsatz auf 15“ Stahlfelgen / Winterreifen angeschafft. Ein kompletter Satz Barockfelgen ist ebenfalls vorhanden. Alle drei Radsätze wurden komplett neu lackiert und mit neuen Reifen versehen.

Eine umfangreiche technische Inspektion mit Tausch nötiger Verschleißteile, ein Bilsteindämpfer und die Feinjustierung der Dreigangautomatik rundeten die Arbeiten ab.

Seit der Fertigstellung hat der Mercedes erfolgreich an vielen historischen Motorsportveranstaltungen wie z.B. der RWAC Revival Classic, Adenau Klassik, Bodensee-Klassik und Bayerwald Rallye teilgenommen.

Durch umgehende Ausführung aller Wartungen und Instandhaltungsmaßnahmen sowie detaillierte Vor- und Nachbereitung von Wettbewerbsveranstaltungen präsentiert sich der SLC heute in einem hervorragenden Gesamtzustand, der seinesgleichen sucht. Die Fahrleistungen sind außergewöhnlich. Alle ausgeführten Arbeiten sind anhand von Rechnungen belegbar.